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Lobbriefe

Shanghai Automotive Industry Corporation erwartet fette Gewinne
 

Shanghai Automotive Industry Corporation erwartet fette Gewinne
 
Der größte chinesische Autohersteller, die SAIC Motor Corporation, kündete einen saftigen Gewinn für das Jahr 2009 an. Die Börse wusste dies jedoch schon vorher und reagierte verhalten.

Die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC), Chinas größter Autohersteller am Verkaufsvolumen gemessen, sagte vorgestern, dass sie auf Grund starker Verkaufsanstiege mehr als eine Verneunfachung ihres Gewinns im Jahr 2009 erwarte. Bei einer Datenangabe an der Shanghaier Börse erklärte die ebenfalls in Shanghai ansässige SAIC, dass die Fahrzeugverkäufe um 57 Prozent letztes Jahr auf 2,72 Millionen Fahrzeuge angestiegen seien, und dass während des Zeitraumes 2,76 Millionen produziert worden seien, was einer Zunahme von 62 Prozent zum Vorjahr entspräche. Das Unternehmen erwartet einen Gewinn von einem Yuan pro Aktie, zehnmal mehr als die 0,1 Yuan im Jahre 2008. "Das gute Ergebnis resultiert hauptsächlich aus zwei Faktoren: Der einer ist die Regierungsförderung für Autokäufe, darunter die 5-prozentige Steuersenkung für Emissionsarme Fahrzeuge. Der andere ist die erhöhte Rentabilität durch neue Produkte", erklärte SAIC in ihrem Statement. SAIC, das Gemeinschaftsunternehmen mit General Motors und Volkswagen betreibt, vermeldete einen Nettogewinn von 656 Millionen Yuan (65,6 Millionen Euro) im Jahr 2008.

Die Gewinnankündigung wurde jedoch von den Märkten vorgestern nicht belohnt; die Aktien des Unternehmens fielen um 1,6 Yuan und schlossen auf 25,24 Yuan. "Der Grund hierfür war, dass der Markt das gute Ergebnis bereits vorher voraussah", meinte Yang Huachao, ein Industrieanalyst von Everbright Securities. Letztes Jahr stiegen die Aktien des Autoherstellers um mehr als das Dreifache an. Durch die von der Regierung gemachte Erholung verzeichnete Chinas Automarkt im Jahre 2009 ein starkes Wachstum. In den ersten 11 Monaten des letzten Jahres wurden 9,23 Millionen Passagierfahrzeuge in der Volksrepublik verkauft, 49,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Yang meinte aber, dass China weiterhin einen hohen Fahrzeugbedarf im Jahr 2010 haben wird: "In den USA gibt es 850 Autos pro 1000 Einwohner, in China sind es gerade mal 35 bis 40 Autos pro 1000 Einwohner. Das bedeutet, dass es ein enormes Wachstumspotential gibt", so Yang. Er erklärte, dass diversifizierte Investitionen wie die Aktienmärkte und der Immobilienmarkt die Kaufkraft der chinesischen Konsumenten verbessert habe. Folglich würde der Automarkt des Landes weiterhin einer der wichtigsten der Welt bleiben.

Der führende Autohersteller des Landes, SAIC, ist aber weniger ehrgeizig und sagte, dass er plane, 3 Millionen Autos im Jahre 2010 zu verkaufen, was nur 10,3 Prozent mehr als 2009 wären. Die bescheidenen Pläne können aber nicht das Verlangen des Unternehmens verdecken, eine wichtigere Rolle auf der Weltbühne zu spielen. Im Dezember verkündete SAIC, dass sie zusammen mit GM Fahrzeuge für den indischen Markt entwickeln wolle. Der amerikanische Automobilgigant kontrolliert bereits 3,3 Prozent des indischen Automarktes, was aber relativ wenig ist, wenn man seine Präsenz auf den übrigen globalen Automärkten anschaut. Indien ist der nach China am schnellsten wachsende Automarkt der Welt und es werden derzeit jährlich etwa 2 Millionen günstige Fahrzeuge nachgefragt. SAIC wird am 2. April seinen Gewinn für 2009 veröffentlichen.
Quelle: China Daily

 


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